TIPSY GAUCHO

Aguardiente – Das brennende Wasser Lateinamerikas
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Aguardiente – Das brennende Wasser Lateinamerikas

Was ist Aguardiente?

Jemanden in lateinamerikanischen Gefilden zu fragen, ob die Person Aguardiente mag, wäre wohl als würde man hierzulande fragen, ob man prinzipiell auf Schnaps steht. Berechtigterweise würde die Gegenfrage lauten: „Was meinen Sie genau? Gin? Whisky? Oder Rum?“

Genauso verhält es sich nämlich mit Aguardiente. Der Name setzt sich zusammen aus den Worten agua (Wasser) und ardente (gebrannt) – also brennendes Wasser. Der Begriff ist in spanisch und portugiesisch sprechenden Kulturen eine generische Bezeichnung für ein alkoholisches Getränk zwischen 24% – 60% Volumenprozent. Die Antwort wird sich demnach immer abhängig vom Ort auf das lokale Produkt beziehen.

 

Aguardiente kaufen – Welche regionalen Unterschiede sind zu berücksichtigen?

Besonders beim Kauf von Aguardiente kann man sich nicht ausschließlich am Etikett orientieren. Obwohl die verschienenen Erzeugnisse den selben Namen tragen, kann die Alkoholbasis von Banane, Grapefruit und Mango theoretisch sogar über Hirse bis Weizen reichen. Während man in Portugal traditionell dazu neigt Weinbrand herzustellen (Aguardiente Vínica oder Velha), wird in weiten Teilen Süd- und Mittelamerikas auf Zuckerrohr zurückgegriffen. Aber auch auf dem Amerikanischen Kontinent werden hin und wieder Trauben für die Produktion von Aguardiente benutzt. Um einen Fehlkauf zu vermeiden, sind im folgenden einmal die wichtigsten örtlichen Unterschiede aufgeführt.

 

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Chile

Bedingt durch die Historie und der allgegenwärtigen Pisco-Herstellung ist in Chile der Weinbau weit verbreitet. Wie beim italienischen Grappa werden die Rückstände aus der Pressung wie zum Beispiel Häute, Fruchtfleisch, Stengel und Samen, auch Trester genannt, anschließend vergoren und gebrannt.

Dieser Tresterbrand hat einen Alkoholgehalt zwischen 45-55% Volumenprozent. Die dafür verwendeten Traubenreste werden vor der Destillation zumeist noch in Gewürzen mazeriert.
Neben getrockneter Minze, geschälten Walnüssen und Mandeln benutzt man auch andere aromatische Kräuter, um das Endprodukt entsprechend zu verfeinern. Einige chilenische Qualitäten wären zum Beispiel.

  1. Murtado / Enmurtillado – Mit sonnengetrockneten Murtilla, einer rötlichen Wildrosenfrucht)
  2. Enguindado – Eingeweichte, sonnengetrocknete Sauerkirschen
  3. Licor de Oro – Mit Safran und Zitronenschale

 

Ecuador

In Ecuador werden weitestgehend geschmacksneutrale Aguardientes gebrannt. Üblicherweise werden sie als Shot mit Zimt (Canela), mit Fruchtsäften gemixt oder als heiße Cocktails wie Canelazo oder Draquita getrunken. Lokal oder handwerklich hergestellte Aguardientes werden Punta, Puro oder Trago genannt. Geschmacklich kann der Zuckerrohrbrand von Region zu Region variieren. Jede Provinz hat diesbezüglich ihren eigenen Stil. Aguardiente ist die am häufigsten konsumierte Spirituose Ecuadors.

 

Kolumbien

Hierzulande wird Aguardiente am häufigsten mit der Kolumbianischen Variante in Verbindung gebracht. Der Anisschnaps wird dort gerne als Aperitif oder nach dem Essen getrunken und ist daher mit einem Türkischen Raki vergleichbar. Seit der Spanischen Herrschaft hat der Aguardiente dort den Status des beliebtesten alkoholischen Getränks beibehalten.

Der Alkoholgehalt schwangt zwischen 24% – 29% Volumenprozent. Dabei bevorzugen die Menschen meistens Marken aus ihrer Provinz. Einige Brands haben im Inland so einen Bekanntheitsgrad erreicht, dass sie es auch über die Landesgrenzen hinweg geschafft haben. Dazu gehören der Antioqueño aus der Gegen von Medellin sowie Blanco del Valle. In Kolumbien gibt zwei Hauptsorten von Aguardiente:

  1. Con Azúcar (mit Zucker)
  2. Sin Azúcar (ohne Zucker)

Vieltrinker sind davon überzeugt, dass die erste Sorte tendenziell für Minderjährige gedacht ist, die härtere Drinks schlichtweg nicht vertragen. Die meisten Kolumbianer bevorzugen die Variante ohne Zucker, in der Überzeugung so auch einen anschließenden Kater vermeiden zu können.

 

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Costa Rica

Aguardiente dortzulande wird ähnlich wie in Panama, Guatemala, Honduras, Nicaragua als Guaro oder Cacique bezeichnet. Bei der Produktion überwiegt das Interesse daran, ein Destillat mit möglichst vielen Volumenprozent zu gewinnen, statt viele Aromen beizubehalten. Die Spirituose um 40% ähnelt deshalb eher einem Vodka als einem Rum und ist vielerorts äußerst günstig zu erwerben.

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